
Das „Sakura-Dojo“ ist eröffnet
Endlich ist es da – unser neues Aikido-Dojo in Wuthenow. Lange haben Dirk und Juliane Becker mit der Hilfe von vielen anderen aus der Aikido-Abteilung an einem eigenen Dojo auf ihrem Hof gearbeitet. Mit einem beeindruckenden Kurs mit Diego Espinosa (5. Dan) konnte das „Sakura-Dojo“ jetzt eingeweiht werden.
„Sakura“ ist im Japanischen die Kirschblüte. Sie ist quasi die Nationalblume Japans. Die Kirschblüte steht als Zeichen für den Frühling, für den Aufbruch. Sie ist aber auch ein Zeichen für die Vergänglichkeit des Lebens, denn ein Kirschbaum blüht nur eine kurze Zeit im Jahr. Dafür blüht er immer wieder, und je älter der Baum wird, umso mehr Blüten bildet er aus. Für ein Dojo ist das ein schönes Symbol.
Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Aikido-Lehrer und guter Freund Diego Espinosa die Eröffnung übernommen hat. Auch für ihn war es ein besonderer Anlass, wie er selbst versichert hat: Unser Dojo in Wuthenow ist das erste, das er einweihen durfte. Das macht den Aikido-Kurs in diesem Jahr noch einmal zu etwas ganz Besonderem.
Die „fuerza atractiva“ – die Anziehungskraft
Die Anziehungskraft war es, die Diego Sensei diesmal besonders am Herzen lag. Es ging ihm bei seinem Lehrgang nicht um die perfekte Technik. Im Mittelpunkt stand vielmehr das Gespür für den richtigen Augenblick, das Nage entwickeln muss, um Uke entgegenzutreten. Und es war die Fähigkeit Nages, Uke zu sich zu ziehen, ohne ihn körperlich zu berühren. Dabei geht es nicht um Provokation, sondern um Dinge wie den richtigen Abstand, die Einstellung einem bevorstehenden „Kampf“ gegenüber, und das, was man vielleicht grob das richtige „Timing“ nennen könnte.
Nach wie vor gelten dabei die drei Grundsätze, die Hikitsuchi Sensei immer wieder an Diego Sensei weitergegeben hat und die Diego immer wieder an seine Schüler weitergibt:
Nage darf Uke nicht direkt in die Augen sehen. Nage darf Uke keinen Angriffspunkt geben. Nage muss den ersten Schritt machen – ihn auffordern, ihn einladen eine Technik mit ihm zu üben.
Oder kürzer gesagt: Nicht ansehen, nicht offen sein, nicht abwarten.
Diego und Mateo Sensei haben bei dem Lehrgang vom 16. bis 18. September eindrucksvoll demonstriert, was das bedeutet. Mehr als 30 Aikidoka trafen sich bei jeder der vier Trainingseinheiten auf der Matte in unserem Dojo.
Seit sechs Jahren kommt Diego Espinosa zu uns nach Neuruppin, so lange existiert die Aikido-Abteilung im TKV mittlerweile. Angefangen hat alles mit einer Handvoll Neugieriger. Mittlerweile hat die Abteilung mehr als 80 Mitglieder, darunter auch viele Kinder. Auch für sie hatte sich Diego Sensei diesmal etwas einfallen lassen.
Zwei Kurse pro Jahr mit Diego Sensei ab 2012
Der Kurs war so erfolgreich, dass es vom kommenden Jahr an wohl zwei Lehrgänge mit Diego Sensei hier in Wuthenow geben wird: einen voraussichtlich im Frühjahr, den zweiten im späten Sommer. Die genauen Termine für 2012 stehen allerdings noch nicht fest.
Ganz besondere Glückwünsche gehen an Angela, Frieder und Kerstin. Ihnen hat Diego am Ende des Lehrgangs den 1. Kyu verliehen. Sie stehen damit nur noch einen kleinen Schritt von ihrem ersten Dan entfernt.
Es war ein sehr emotionales Wochenende, nicht nur für Jule und Dirk.
Reyk
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